SlamKessel – Grevens Poetry Slam am Freitag, 29.09.

Poetry Slam, der Dichterwettstreit der Moderne, hat in Greven lange Tradition. Am kommenden Freitag findet bereits die  40. Ausgabe statt.

Wie alles begann

Ins Leben gerufen wurde der Poetry Slam in Greven im Jahr 2011 von Pascal Jerome Hermeler. Hermeler selbst war Poetry Slammer und Moderator und veranstaltete in mehreren kleinen Städten das heute so beliebte Kunstformat. Schon für den Start der Veranstaltungsreihe wurde damals das Kesselhaus auserkoren. Bis heute ist der Poetry Slam dort heimisch.

Zwei Jahre lief die Veranstaltung unter dem Namen „TEXTil Slam“. Schließlich erkrankte Hermeler ernsthaft und zog sich von der Bühne zurück.

Die damals frisch ins Amt gezogene Leitung des Kesselhauses Johanna Monnerjahn wollte die Veranstaltungsreihe nur ungern aufgeben. Und wie durch ein Wunder spielte ihr das Schicksal in die Karten. Jens Kotalla wollte bei der letzten Veranstaltung Ende 2012 auftreten, bevor Poetry Slam in seiner Heimatstadt ausstarb.

„Ich war damals selbst noch nicht so lang dabei“, erklärt Kotalla. „Ich wollte die Gelegenheit eigentlich nur nutzen, um meiner Familie mal die Gelegenheit zu geben, zu sehen, was ich neben dem Studium so treibe.“

Kotalla und Monnerjahn kannten sich aus Schulzeiten, schnell war man sich einig. Mit dem neuen Moderator kam auch ein neuer Name und ein neues Konzept. Der „SlamKessel“ war geboren.

Zahlen und Fakten aus 40 Poetry Slams

Seit der Premiere am 25.03.11 startet am Freitag die 40. Ausgabe. Umgerechnet heißt das, dass ungefähr 250 Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne des Kesselhaus standen und diese dabei insgesamt über 2.000 Grevener begeistert haben. Dabei hörte das Publikum weit über 500 Texte von Jungautoren, Newcomern und Profis.

In der langen Tradition von 40 Veranstaltungen hat die Reihe außerdem drei Kesselhaus-Leitungen kennengelernt, zwei unterschiedliche Moderatoren gesehen und hatte Termine außer Haus am Beach und auf dem Gelände zwischen Ballenlager, Karderie und Kesselhaus.

Sohn gegen Vater – oder David gegen Goliath

Am Freitag stehen alte Bekannte, aber auch frische Wortakrobaten auf der Bühne. So reist mit Michel Pauwels und Gabriel Pauwels eine halbe wortaffine Familie an, um sich einen ganz besonderen Wettbewerb im Wettbewerb zu liefern. Während Vater Michel schon seit Jahren auf der Bühne steht, hat Sprößling Gabriel, gerade einmal 12 Jahre alt, das Hobby frisch für sich entdeckt.

Weitere Slammer*Innen sind Miedya Mahmod, Florian Schreiber und Rike Ahlbrand.

Insgesamt treten sechs Künstler*Innen gegeneinander an. Das Publikum entscheidet nach Gusto über den Einzug ins Finale und später über den Sieger des Abends. Zu gewinnen gibt es den begehrten „SlamKessel“.

Start der Veranstaltung am kommenden Freitag ist 20:15. Der Eintritt beträgt 3€.