Die Holzkiste, deren Deckel das Ferienkistenteam zum Abschluss dieser Sommerferien symbolträchtig zuklappte, war keineswegs leer. Ganz im Gegenteil: Selbst an diesem letzten Tag war sie prall gefüllt. Zuerst mit Süßigkeiten, später am Nachmittag mit Ideen und Wünschen der Kinder. Zusammen mit ihren Eltern nahmen rund 150 Mädchen und Jungen am Freitag mit einem Fest Abschied: von ihrem Spielparadies auf dem Kinderbauernhof Wigger, den Teamern der Abenteuerkiste und ihren vier Wegbegleitern, dem Panda, der Giraffe, dem Fuchs und dem Affen.

Nie zuvor war Grevens Ferienprogramm so nachgefragt wie in diesem Sommer. „Die größte Ferienkiste aller Zeiten“, stellte Frank Hänel vom Jugendamt fest. Seine Feststellung liest sich in Zahlen so: Allein in den sechs Wochen tummelten sich auf dem Kinderbauernhof Wigger 850 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren. Zu den Abenteuer-Camps, in diesem Sommer neu im Programm, machten sich weitere 90 Mädchen und Jungen auf den Weg in die Lüneburger Heide. Mit Mara Book, Dorina Höhn, Solve Senghove und Alicia Brockhoff kümmerte sich ein vierköpfiges Leitungsteam um die Organisation des Ganztagesangebotes, das die Abenteuerkiste in Kooperation mit dem Jugendamt durchführt. Und nicht zuletzt waren über 60 Teamer und Teamleiter im Einsatz. Ebenfalls ein neuer Rekord. Die Jugendlichen bilden das Herzstück der Ferienkiste.

Für ihr Engagement gab es am Freitag donnernden Applaus der Kinder. Ebenso wie für die Gastgeber-Familie auf dem Kinderbauernhof Wigger, wo das weitläufige Spielgelände mit unzähligen Spielgeräten, einer Strohhalle, Hüpfkissen, Lego-Baustation, Kettcars-Bahn und Pferde-Koppel einen Rahmen bietet, der an das Bullerbü-Idyll erinnert. „Die Zusammenarbeit mit der Familie Wigger klapp sehr gut“, zeigte sich Beate Tenhaken sehr zufrieden.

Die Leiterin des Jugendamtes, die zusammen mit Frank Hänel und Nicole Froning-Wolters von der Lebenshilfe beim Verschließen der Ferienkiste tatkräftig mithalf, stellte dem Ferienkisten-Team auch aus einem anderen Grund ein gutes Zeugnis aus: „Ich finde es toll, dass sich immer etwas Neues entwickelt.“ Neues, wie dem Zuwachs in der Ferienkisten-Familie. Mit dem Affen war zu Beginn des Sommers ein viertes Tier hinzugestoßen. Zusammen mit dem Panda, der Giraffe und dem Fuchs stand er am Freitag Spalier für die Kinder und ihre Eltern, um sie mit einer prall gefüllten Ideen-Kiste zu verabschieden.

Dass die Ferienkiste nicht leer ist, dafür gibt es trifftigen Grund. Bereits in wenigen Wochen öffnet sich der Deckel für Grevens beliebtes Ferienprogramm erneut. In den Herbstferien beziehen das Ferienkistenteam, der Panda, die Giraffe, der Fuchs und der Affe ihr Domizil im Marienschulzentrum. Einziger Wehrmutstropfen: Das Programm ist bereits seit Wochen ausgebucht.