Mit der Idee „Deine Idee – dein Projekt – dein Kesselhaus“  haben wir die Jury der Westfalen-Initiative überzeugt. In der vergangenen Woche sind wir deshalb ausgezeichnet worden als WestfalenBeweger. Der Preis ist eine große Ehre für uns und gebührt in erster Linie unserem tollen Team.

Die Spannung in der Rohrmeisterei Schwerte löste sich kurz nach der Mittagspause: Die Abenteuerkiste  und der Verein „Kunst vor Ort“ aus Hagen teilen sich den Sieg im Ehrenamtswettbewerb „WestfalenBeweger“ 2018/19. Sie erhalten jeweils 5.000 Euro. Auch den zweiten Preis hat die Jury geteilt und der Musical-Fabrik Rheda-Wiedenbrück und der Aktion Flüchtlingshilfe Schieder-Schwalenberg jeweils 2.500 Euro zugesprochen.
Möglich geworden ist diese Dotierung auch durch die großzügige Unterstützung der DZ Bank. Gerd Meyer-Schwickerath, Geschäftsführer der Westfalen-Initiative, gratulierte den umjubelten Hauptpreisträgern und betonte die schwere Jury-Entscheidung. Die Erfahrungs-und Fortschrittsberichte aller zehn im vergangenen Jahr aus gut 60 Bewerbungen nominierten und mit jeweils 2.000 Euro Startergeld ins Rennen geschickten Projekten belegten außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement.
Großer Idealismus der Aktiven weise jeweils Lösungsansätze für gesellschaftliche Fragestellungen auf und gehe einher mit derBeteiligungsmöglichkeit breiter Bevölkerungsschichten. BevorArtemis Toebs die Sieger für den Deutschen Engagementpreis nominierte, würdigte Stephanie Krause von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Nordrhein-Westfalen (lagfa) in ihrer Laudatio die nachhaltige Wirkung der vier Hauptpreisträger. Der Abenteuerkiste Greven sei es gelungen, mit dem Konzept „Deine Idee–dein Projekt –dein Kesselhaus“ demokratische Teilhabe von vielen Jugendlichen zu erreichen. Die angebotenen Workshops zur Konkretisierung von Vorhaben der jungen Teilnehmer werden sehr gut besucht und die Umsetzung der Ideen gelinge überdurchschnittlich oft.
Der erst vor zwei Jahren gegründete Hagener Verein „Kunst vor Ort“ erreiche mit seinem niederschwelligen Angebot viele EU-Zuwanderer und habe gute Kontakte zu allen gesellschaftlichen Gruppen. Die jungen Ehrenamtler planen bereits die mittelfristige Ausweitung ihrer kreativen Malwerkstatt auf weitere Stadtteile. Bei der Musical-Fabrik überzeugte besonders der generationsübergreifende Ansatz. Die Kultur-Initiative biete eine seltene Chance zumMitmachenauf und hinter der Bühne sowie Gestaltungs-möglichkeiten auf künstlerischem und handwerklichem Gebiet. Dem weiten Feld der Daseinsvor-sorge widmet sich die Flüchtlingshilfe Schieder-Schwalenberg. Jenseits der Erstversorgung der Neuankömmlinge widmet sie sich mit besonderer Ausdauer und Nachhaltigkeit der Integration. Näh-und Kreativwerkstatt, Sprachunterricht im Offenen Ganztag der Grundschulesowie für Mütter, Patenschaften und das Angebot zur Teilhabe am Vereinsleben sind langfristig angelegte Stra-tegien. Der „Sozialbus/-bulli“ ist zudem eine Einrichtung, von der auch andere Einrichtungen wie Kitas und Vereine profitieren.
Die Preisverleihung war eingebettet in einen Aktionstag des Projektes „Westfalen bewegt“. Dazu gehörte ein ausführlicher Informations-und Erfahrungsaustausch der Ehrenamtler sowie ein Work-shop. Darin informierte Hugo W. Pettendrup von HP-FundConsult aus Münsterüber Fundraising durch Unternehmenskooperation. Außerdem hatten alle zehn Starterprojekte die Gelegenheit, sich zu präsentieren.
Mit der Siegerehrung endete der sechste Wettbewerb „WestfalenBeweger“. Erstmals wurden dabei nicht Förderpreise für erstklassige, bereits praxiserprobte Projekte vergeben. Vielmehr gingen im Sinne eines „Qualifizierungsstipendiums“ zehn tolle neue Ideen an den Start. Mit diesen Konzepten entwickeln Vereine, Verbände und Initiativen ihr bürgerschaftliches Engagement weiter. Der nicht themengebundene Wettbewerb würdigt damit Gruppen in Westfalen, die in nachahmenswer-ter Weise die Gestaltung der Zukunft selbst in die Hand nehmen und nicht allein auf staatliche oder bereits institutionalisierte Hilfe bauen. Seit 2013 hat die Westfalen-Initiative 57 Projektemit einem Gesamtbetrag in Höhe von 280.000 Euro ausgezeichnet