Partys, Konzerte und ein Treffpunkt, um eigene Ideen zu planen. So versteht sich das Jugendcafé Kesselhaus, das im Frühjahr dieses Jahres eine neue Richtung eingeschlagen hat. Das Multiplikatoren-Team, eine zehnköpfige Gruppe, die Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Projektideen unterstützt, zog am vergangenen Wochenende Bilanz. Und fasste neue Pläne für das kommende Jahr.

Der tägliche Cafébetrieb im Kesselhaus ist Geschichte. An seine Stelle gerückt sind Veranstaltungen und Treffen, die auf Initiative von Kinder und Jugendlichen zurückgehen. In diesem Jahre haben sie das Kesselhaus mit einem Dutzend Projekte bereichert, haben Partys, Konzerte, einen Flohmarkt sowie einen Bingo-Abend auf die Beine gestellt. Ein Aspekt ist jeder dieser Veranstaltungen gemein: Von der Idee bis zur Umsetzung liegt de Verantwortung bei den beteiligten Jugendlichen. Allein gelassen werden sie auf ihrem Weg von der Idee zur Durchführung gleichwohl nicht. Als Begleiter und Unterstützer fungieren so genannte Multis.

Die Multis sind es auch, die die Idee weiter bekannt machen und für Mitstreiter werben. Bislang haben sich 40 Jugendliche an die Planung von Projekten gewagt und Ideen in mehrtägigen Bar-Camps ausgetauscht. Damit im nächsten Jahr weitere hinzustoßen, stand während des zweitägigen Kesselhaus-Workshops die Kommunikationsstrategie des Kesselhauses auf der Agenda. Und mit Christian Müller ein Kommunikationsberater, der Tipps

Messenger-Dienste, Instagram und Co. sowie Blogs: Diese Instrumente kommen bislang schon zum Einsatz. Ab dem kommenden Jahr soll ihre Verwendung ausgebaut und professionalisiert werden. Das Vorhaben: Das Kesselhaus plant die Gründung eines eigenen Redaktionsteams, das die Idee eigenverantwortlicher Jugendprojekte bekannter machen will.  Das Jugendcafé selbst steht vor diesem Hintergrund ebenfalls vor Veränderungen. Das Kesselhaus wird mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW und mit Hilfe von Spenden zum analoger und überdies digitalen Treffpunkt entwickelt. Teil des Modernisierungspaketes ist die Einrichtung eines leistungsfähigen drahtlosen Netzwerkes (WLAN), die Anschaffung mobiler Endgeräte sowie neues Mobiliar. Zur Umsetzung der Pläne investiert die Abenteuerkiste  rund 20000 Euro in das Kesselhaus.

Ziel des Vereins ist es, am Ende der zweijährigen Pilotphase das Projekt als festen Bestandteil der Grevener Kinder- und Jugendarbeit zu etablieren. Ein weiterer Schritt auf diesem Weg ist der Austausch mit den Jugendpolitikern der Stadt. An diesem Donnerstag (17 Uhr) berichten die Multiplikatoren des Kesselhauses im Jugendhilfeausschuss über ihre Tätigkeit, stellen Projekte vor und erläutern ihre Zukunftspläne.